Ausstellungen

Im Ausstellungsraum der Kunststiftung DZ BANK werden dreimal jährlich thematische und monografische Ausstellungen mit Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus der Sammlung der DZ BANK gezeigt.

Weitere Ausstellungen im Haus sind im Kabinett zu besuchen, in dem die zukünftigen Etagenausstellungen öffentlich zugänglich gemacht werden. Diese werden im Anschluss auf den Etagen des Westend 1 Gebäudes präsentiert und können in öffentlichen »Kunst im Turm«-Führungen nach vorheriger Anmeldung besucht werden.

n+1. Mehr als ein Bild

25. Februar bis 23. Mai 2026

Gestapelt, gereiht, geschichtet: Das Serielle erscheint in der Kunst der Gegenwart in großer Vielfalt. »n+1« ist nicht als mathematische Formel zu verstehen, sondern drückt hier im Grunde nur eine von Kunstschaffenden immer wieder verwendete Vielzahl von Einzelteilen aus, die sie zu einem Kunstwerk zusammenfügen. Oftmals existieren diese mehrteiligen Arbeiten in verschiedenen Versionen oder es werden ihnen weitere Teile zugeordnet, so dass ihre Kombinationen je unterschiedliche Wirkungen hervorbringen können. Dabei ergibt sich ein breites Spektrum von Gestaltungsformen, wie serielle Kunstwerke fruchtbar in Beziehung treten – als ein Objekt, bestehend aus mehreren Einzelelementen, oder als Bildpaar, Serie, Zyklus, Cluster oder Archiv. Auch inhaltlich verhalten sich sequenzielle Kunstwerke zueinander. Je nachdem, welche Kombinationen die Kunstschaffenden in Beziehung setzen, ergeben sich immer wieder andere Verbindungen und Lesarten.

Ebenso können die Kuratorinnen und Kuratoren einen Einfluss nehmen. Denn auch sie haben die Möglichkeit, Sequenzen in unterschiedlichen Ausstellungen anders zu kombinieren. Die Ausstellung »n+1. Mehr als ein Bild« ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen Steffen Siegel, Professor für Theorie und Geschichte der Fotografie an der Folkwang Universität der Künste, Studierenden des Master-Studiengangs Photography Studies and Research und Christina Leber, Künstlerische Leiterin der Kunststiftung DZ BANK.

Gezeigt werden Werke von Heba Y. Amin, Sara Cwynar, Katarína Dubovská, Dörte Eißfeldt, Jan Paul Evers, Philipp Goldbach, David Hockney, Sven Johne, Jürgen Klauke, Peter Miller, Loredana Nemes, Barbara Proschak, Adrian Sauer, Helmut Schweizer, Roman Signer und Sophie Thun.

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Weitere Informationen

 

Wie wollen wir leben? 

3. Juni bis 3. Oktober 2026

»Wie wollen wir leben?« Mit dieser Leitfrage richtet die Kunststiftung DZ BANK den Blick auf unser Zusammenleben in der Stadt. Vor dem Hintergrund aktueller Stadtentwicklungsprojekte versammelt die Ausstellung künstlerische Perspektiven auf Architekturen, Begegnungsräume und Natur sowie den Menschen in der Stadt. Was brauchen wir, um in großer Vielfalt Räume gemeinsam so zu gestalten, dass wir zufriedener miteinander leben können? Nicht nur die Wohnungsnot und die Finanzierbarkeit von Wohnraum beschäftigen die Menschen in Großstädten in Deutschland, in Europa und der Welt, sondern auch, auf welche Weise ein Zusammenleben in Gemeinschaft und eine lebenswerte Umgebung gestaltet werden können.

Die künstlerischen Positionen zeigen, wie eng Architektur und Stadtentwicklung mit sozialen Fragen verbunden sind. Historische, politische und soziale Wohnkonzepte prägen unsere Großstädte bis heute. Sie lassen uns das Zusammenleben in der Stadt neu denken: Welche Voraussetzungen brauchen wir, um in Vielfalt Räume gemeinsam so zu gestalten, dass wir zufrieden miteinander leben können? Städtebauliche Lösungen beeinflussen unser Gefühl von Wohnlichkeit, sie bestimmen, an welchen Orten wir zusammenkommen und wo ein Miteinander entsteht. Genossenschaftliche Modelle, bei denen ein Geschäftsbetrieb gemeinschaftlich geführt wird, können alternative Lösungen der Finanzierbarkeit von Wohnraum aufzeigen, die soziale und wirtschaftliche Teilhabe ermöglichen.

Gezeigt werden Werke von Heike Baranowsky, Olivo Barbieri, Astrid Busch, Beate Gütschow, Jitka Hanzlová, Dieter Huber, Peter Hutchinson, Talisa Lallai, Lilly Lulay, Klaus Merkel, Karina Nimmerfall, Andrea Pichl, Eyal Weizman und Christian Nicolas.

Aus heiterem Himmel.

Förderstipendien 2025/2026

15. Oktober 2026 bis Mitte Februar 2027

Die Förderstipendien 2025/2026 wurden diesmal an Sven Johne (*1976 Bergen auf Rügen, DDR) und Kirsten Justesen (*1943 Odense, Dänemark) vergeben. Die Jury war sich einig, dass Kirsten Justesen zur Avantgarde der dänischen Kunstszene der 1960er Jahre zählt. Im Zentrum steht der eigene Körper, den sie als Material, als Referenz- und Ausgangspunkt für ihre künstlerische Praxis verwendet. Aus einer dezidiert feministischen Perspektive untersucht sie gesellschaftliche Konventionen, Rollenbilder sowie Stereotype und ist damit bis heute inspirierend für alle Generationen. So ist auch ihre Projektidee auf radikale Weise auf das Wesentliche reduziert: eine »Choreografie für Körper, Raum, Stuhl und Kamera«.

Sven Johne hingegen plant einen Film auf Grundlage einer seriellen Arbeit, deren Ausgangspunkt Ausgrabungen in Mecklenburg-Vorpommern sind. Es handelt sich um freigelegte Zeugnisse einer Schlacht vor rund 3.300 Jahren, die über 1.000 Opfer zählte, was für die damalige Zeit als hoher Verlust gewertet wird. Ihm geht es dabei weniger um den archäologischen Forschungsstand als vielmehr um die geborgenen Körper sowie um die Menschen, die an der Ausgrabung beteiligt sind und deren Reaktionen auf die Funde. Dabei entgeht dem Beobachter und der Beobachterin nicht, dass das Thema der Schlacht eine erschreckende Aktualität aufweist. Konsequent setzt sich Sven Johne in seinen Tableaus und Filmen mit Archiven und Erinnerungen nicht nur in den Landesteilen der ehemaligen DDR auseinander und versucht, durch seinen ungewöhnlichen Blick gesellschaftliche, politische und persönliche Vorkommnisse der Geschichte neu zu beleuchten.

Die einjährigen Stipendien, die eine Fördersumme von je 15.000 € pro Preisträgerin und Preisträger umfassen, bieten den Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, intensiv an den eingereichten Projekten zu arbeiten. Im Herbst 2026 werden die entstandenen Kunstwerke für die Sammlung erworben und in der Ausstellung »Aus heiterem Himmel. Förderstipendien 2025/2026« in der Kunststiftung DZ BANK erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bereits vorhandene künstlerische Projekte von Rosa John (*1982 Wien, Österreich), Kristina Õllek (*1989 Tallinn, Estland) und Lena von Goedeke (*1981 Duisburg, BRD) werden die Ausstellung sowohl thematisch als auch im Hinblick auf das verwendete Material bereichern und dadurch ebenfalls ihren Weg in die Sammlung finden.

Kreative Störung, Kabinett Kunststiftung DZ BANK, Frankfurt am Main 2025, Foto: Norbert Miguletz

Kabinett

Im Kabinett der Kunststiftung DZ BANK werden dreimal im Jahr je zwei Ausstellungskonzepte präsentiert. Daran Anschließend werden die Werkzusammenstellungen auf den Fluren des Westend 1 Gebäudes installiert und können im Rahmen unserer öffentlichen »Kunst im Turm« Führungen besichtigt werden. Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Eingang:
Empfangsbereich Cityhaus 2
Platz der Republik

Öffnungszeiten:
dienstags bis samstags 11 bis 19 Uhr

Einlass zur Ausstellung ist kostenfrei und ohne Anmeldung möglich.

Wegen Umbau sind aktuell keine Ausstellungen im Kabinett zu sehen.

Nächste Ausstellungen werden ab 3. Juni 2026 gezeigt.

Claes Oldenburg & Coosje van Bruggen, Inverted Collar and Tie, 1994

Kunst im Turm

Zurzeit sind etwa 3.000 Werke aus der Sammlung in der Zentrale der DZ BANK in Frankfurt sowie in den Niederlassungen im In- und Ausland ausgestellt. Mit dem 1993 fertiggestellten Wolkenkratzer Westend 1 verfügt die DZ BANK über ein modernes Dienstleistungszentrum, das einen unverwechselbaren Platz in der Skyline Frankfurts einnimmt.

Auf den 50 Etagen des Hochhauses werden wechselnde Ausstellungen mit Werken aus der umfangreichen Sammlung der DZ BANK gezeigt. Die Ausstellungen können im Rahmen von kostenlosen Führungen besichtigt werden. Weitere Informationen zu Terminen und Buchungsmöglichkeiten finden Sie unter diesem Link.

Cityhaus 1, Eingangsbereich
Raphael Hefti, Substraction as Addition

Cityhaus 2, Referenzgang
Christiane Feser, Referenzgang DZ BANK

Cityhaus 2, Pavillon
Andrea Grützner, Johannes Franzen, Joscha Steffens

Cityhaus 2, 5. OG
Philipp Goldbach

Westend 1, Eingangslobby
Marie-Jo Lafontaine, Videoskulptur mit Klanginstallation

Westend 1, Business Club & Trust Bar
Sandra Kranich

Ausstellungen im Westend 1

1. Etage
Bibliotheken

2. Etage
Farbe, Form, Fläche

3. Etage
Fotografie und Text

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