Kunstvermittlung

Die Kunststiftung DZ BANK bietet Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, die Kunstsammlung im musealen Rahmen kennenzulernen. Ein vielfältiges Vermittlungsprogramm aus Kunstführungen für alle Altersklassen, Kinderworkshops, Fortbildung für Lehrkräfte und Angebote für Studierende sowie Kooperationen mit Hochschullehrinnen und Hochschullehrern begleitet die jeweiligen Ausstellungen.

Eintritt, Führungen, Workshops, Fortbildungen und alle weiteren Veranstaltungen sind kostenfrei

Führungen

 

Öffentliche Führungen

Donnerstags um 18 Uhr und an jedem letzten Freitag im Monat um 17.30 Uhr

 

Dialogführung

Donnerstag, 20.01.2022, 18 Uhr, Katrin Thomschke im Dialog mit Lena Holbein
(Kunstgeschichtliches Institut der Goethe-Universität, Frankfurt am Main)

 

Kuratorinnenführung

Donnerstag, 28.10.2021, 18 Uhr; mit Katrin Thomschke

Donnerstag, 09.12.2021, 18 Uhr; mit Christina Leber

Angebote für Kinder

 

Kinder-Kunsträtsel-Plus

Mit unserem Kunsträtsel können Inhalte der Ausstellung auf spielerische Weise von Kindern erforscht werden. Das Quiz beinhaltet einen praktischen Kreativteil, der mit Materialien aus unserer »Art-Box« umgesetzt werden kann. Das Rätsel und die Box liegen im Ausstellungsraum für die Kinder bereit.

 

Kunst für Kids

Neben den individuell buchbaren Workshops bieten wir an jedem letzten Freitag im Monat von 15.30 bis 17.30 Uhr »Kunst für Kids« an. Eine Altersbegrenzung gibt es nicht. Die Teilnehmenden können alleine oder in Kleingruppen zu uns kommen und sich durch eigene künstlerische Praxis den Themen der Ausstellung annähern. Eltern sind ebenso willkommen.

Workshop I (Primarstufe, Sek I)

Eine Welt, viele Wirklichkeiten

Die Künstlerin Talisa Lallai, die in Deutschland geboren ist, nimmt uns in ihrer Arbeit »Autosole« mit auf eine Reise durch Italien, das Land der Herkunft ihrer Eltern. Für Talisa Lallai selbst war Italien immer ein Urlaubsland: Es war ihr fremd und vertraut zugleich. Sie hat dort menschenleere Gärten und Landschaften, Ausgrabungsstätten und historische Gebäude fotografiert. Darüber hinaus hat sie kleine meditative Filme hergestellt, die wie bewegte Bilder wirken, zum Beispiel das Spiel des Wassers an einer Felsenküste. Sie ergänzt ihre Installationen im Raum durch alte Postkarten, Briefmarken und Bücher, die sie auf Reisen gesammelt oder von ihrer Mutter erhalten hat.

In der Kunstführung stellen wir uns die Frage, inwieweit auch unsere Herkunft oder die Herkunft unserer Eltern unsere Wahrnehmung und unsere Ideen von etwas geprägt hat, und tauschen uns über unsere eigene(n) Geschichte(n) und die daraus entstehenden Vorstellungen von Dingen und Orten aus. So wird uns unsere jeweilige Identität bewusst und wir entwickeln ein Gespür dafür, dass Herkunft und Identität Einfluss auf die Werke von Künstlerinnen und Künstlern haben können. Wir stellen fest, wie stark »leben« und »Erfahrungen machen« miteinander verbunden sind. Im Workshop gestalten wir unsere eigenen Urlaubsbilder und -landschaften als Collagen und lassen unserer Fantasie freien Lauf. Die unterschiedlichen Ergebnisse betrachten wir am Ende gemeinsam und tauschen uns darüber aus.

Workshop II (Sek. I und Sek. II)

Vom Objekt zum Foto und wieder zurück

In ihrer raumgreifenden Installation »Intertwined Conditions« beschäftigt sich die Künstlerin Katarína Dubovská mit der Wahrnehmung und der Zusammensetzung moderner fotografischer Bilder (Pigmentdrucke). Nachdem sie sie in Ausstellungen gezeigt hat, zerlegt die Künstlerin ihre eigenen Fotografien wieder in ihre materiellen Bestandteile. Heraus kommen dabei unter anderem Pappmaché und in Plastikbeuteln gesammelte extrahierte Druckertinten. Neben der Beschaffenheit des Materials untersucht die Künstlerin, auf welche Weise wir Bilder lesen können und wie sie uns zugänglich gemacht werden. Was geschieht mit dem Inhalt der Fotografien, wenn sich deren Form verändert? Ist die Aussage noch immer vorhanden, auch wenn sie nicht mehr sichtbar ist? Was ist überhaupt die »Aussage« einer Fotografie?

Wir erforschen in der Kunstführung die Vielfalt des fotografischen Materials. Im anschließenden Workshop zerlegen wir von uns selbst hergestellte und ausgedruckte Fotografien in mögliche Bestandteile und diskutieren darüber, wie sich diese Ver- und Bearbeitung auf die Bildinhalte der eigenen künstlerischen Arbeit auswirkt. Am Schluss schauen wir uns die verschiedenen Werke an und diskutieren sie in der Gruppe.

Workshop III (Sek I, Sek II und gymnasiale Oberstufe / Kerncurriculum Q 2.1, Q 2.2, Q 4.3, Q 4.4)

Alles was ich bin

Die Künstlerin Sophie Thun gewährt uns in ihrer analog hergestellten Arbeit »All Things in My Apartment Smaller Than 8 × 10“« einen sehr persönlichen Einblick in ihr Leben. Alle Gegenstände aus ihrer Wohnung, die kleiner als 8 x 10 Inches (20,3 x 25,4 Zentimeter) sind, belichtet sie direkt auf Fotopapier, so dass Fotogramme entstehen, also Fotografien, die ohne Kamera hergestellt werden.
In der Kunstführung schauen wir uns die Bilder genau an und diskutieren, was uns die abgebildeten Gegenstände über die Künstlerin verraten können. Besitzt sie viel oder wenig? Sammelt sie vielleicht etwas? Sind es eher geläufige oder ungewöhnliche Gegenstände? Wir stellen uns selbst die Frage, was wir eigentlich alles besitzen, wie diese Dinge uns formen und was sie über uns aussagen. Im Workshop gehen wir auf verschiedene Möglichkeiten der Darstellung von Selbstporträts ein. Wir gestalten »Abdrücke« von uns in Form von Fotogrammen, indem wir Gegenstände, die wir gerade bei uns haben, oder Teile unseres Körpers mit Hilfe der Cyanotypie (»Eisenblaudruck«) erscheinen lassen. Zusätzlich arbeiten wir mit Techniken von Collage und Text. Die so entstandenen Selbstporträts besprechen wir anschließend.

Workshop IV (gymnasiale Oberstufe / Kerncurriculum Q 2.5, Q 4.3, Q 4.4)

Eins, zwei, drei, viele

Die Künstlerin Sara Cwynar beschäftigt sich in ihren Kunstwerken mit der Bilderflut, der wir in den Sozialen Medien und im Alltag ausgesetzt sind. Durch Überlagerung oder das Freistellen von Motiven – also ihre Loslösung von einem Hintergrund – erschafft sie neue Welten in Form von digitalen Collagen und Filmen. Ganz gleich, ob es sich um ein altes Kunstwerk oder einen Lippenstift aus der Werbung handelt – alle Motive haben hier die gleiche Wertigkeit. Es scheint sich parallel so vieles gleichzeitig zu ereignen, dass es schwierig ist, alle Bilder und Ebenen gleichermaßen zu erfassen.

In der Kunstführung schauen wir uns ihre Arbeiten genauer an und stellen uns die Frage, was durch diese vielen Eindrücke mit uns und unserer Wahrnehmung passiert. Können wir all die Eindrücke, die wir den Tag über aufnehmen, überhaupt verarbeiten? Erfahren wir dies als bereichernd oder als belastend? Wir diskutieren die unterschiedlichen Aspekte dieser Bilderflut. Im Workshop zerlegen wir die Bilder von Sara Cwynar wieder in ihre einzelnen Bestandteile (Motive, Figuren, Ensembles usw.) und eignen uns so die von ihr und den Sozialen Medien produzierte Bilderflut selbst an. Diese herausgelösten Bestandteile werden dann in individueller Ordnung wieder zu Papier gebracht. Am Ende besprechen wir die unterschiedlichen Ergebnisse.

Bibliothek

 

Die Präsenzbibliothek der Kunststiftung DZ BANK ist an den Ausstellungsraum angegliedert und kann ohne Anmeldung während der regulären Öffnungszeiten  genutzt werden. Vor Ort befinden sich Arbeitsplätze, Kopiermöglichkeiten und kostenfreies Wi-Fi.

 

Die Kunststiftung DZ BANK versteht sich nicht nur als Sammlungs-, sondern auch als Forschungseinrichtung. In diesem Zusammenhang wurde während der 25-jährigen Tätigkeit ein umfangreicher Bestand an Fachliteratur zum Thema künstlerische Fotografie der Gegenwart zusammengetragen, der mittlerweile mehr als 4000 Medieneinheiten umfasst und für die Öffentlichkeit zugänglich ist.

 

Neben einer anspruchsvollen Auswahl an monografischen Publikationen finden sich Ausstellungs- und Sammlungskataloge sowie eine Abteilung zur Geschichte und Theorie der Fotografie. Auch philosophische, medientheoretische und kunsthistorische Standardwerke stehen in der Bibliothek zur Verfügung. Im Bestand sind zudem zahlreiche internationale Fachzeitschriften vorhanden. Im Online-Katalog können Sie sich schon vorab über den Bestand informieren.

 

Seit 2018 ist die Kunststiftung DZ BANK Mitglied des Südwestdeutschen Bibliotheksverbunds (SWB) und des Verbundes der Frankfurter Museumsbibliotheken. Damit wird der Bestand des Lesesaals auch überregional für Interessenten zugänglich gemacht.

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