Wie wollen wir lernen?

Anlässlich der Ausstellung »Wie wollen wir leben?« haben wir Oberstufenschülerinnen und -schüler zu einem Diskussionsformat mit Stadträtin Sylvia Weber, Dezernentin für Bildung der Stadt Frankfurt, in die Kunststiftung DZ BANK eingeladen.

»Wie wollen wir leben?« Mit dieser Leitfrage richtet die Kunststiftung DZ BANK den Blick auf unser Zusammenleben in der Stadt. Vor dem Hintergrund aktueller Stadtentwicklungsprojekte versammelt die Ausstellung künstlerische Perspektiven auf Architekturen, Begegnungsräume und Natur sowie den Menschen in der Stadt. Was brauchen wir, um in großer Vielfalt Räume gemeinsam so zu gestalten, dass wir zufriedener miteinander leben können? Nicht nur die Wohnungsnot und die Finanzierbarkeit von Wohnraum beschäftigen die Menschen in Großstädten in Deutschland, in Europa und der Welt, sondern auch, auf welche Weise ein Zusammenleben in Gemeinschaft und eine lebenswerte Umgebung gestaltet werden können.

Die künstlerischen Positionen zeigen, wie eng Architektur und Stadtentwicklung mit sozialen Fragen verbunden sind. Historische, politische und soziale Wohnkonzepte prägen unsere Großstädte bis heute. Sie lassen uns das Zusammenleben in der Stadt neu denken: Welche Voraussetzungen brauchen wir, um in Vielfalt Räume gemeinsam so zu gestalten, dass wir zufrieden miteinander leben können? Städtebauliche Lösungen beeinflussen unser Gefühl von Wohnlichkeit, sie bestimmen, an welchen Orten wir zusammenkommen und wo ein Miteinander entsteht. Genossenschaftliche Modelle, bei denen ein Geschäftsbetrieb gemeinschaftlich geführt wird, können alternative Lösungen der Finanzierbarkeit von Wohnraum aufzeigen, die soziale und wirtschaftliche Teilhabe ermöglichen.

Sylvia Weber ist seit 2021 Dezernentin für Bildung in Frankfurt am Main. Nach ihrem Studium der Germanistik, Kunstgeschichte und Wirtschaftswissenschaften in Mainz und Frankfurt begann sie ihre berufliche Laufbahn am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik der Universität Frankfurt und an der Stadt- und Universitätsbibliothek. Anschließend arbeitete sie als Referatsleiterin für IT und Neue Medien 12 Jahre lang im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Von 2001 an war sie ehrenamtlich im Frankfurter Stadtparlament im Bildungs- und im Kulturausschuss tätig. Ab 2016 war sie als Stadträtin für das Dezernat Integration und Bildung zuständig, bevor sie 2021 die Verantwortung für Bildung übernahm.

Eingeladen waren Oberstufenschülerinnen und -schüler der Fachbereiche Geschichte, Gesellschaftskunde, Politik, Kunst, Deutsch oder Ethik bzw. Religion. Im Vorfeld der Veranstaltung erarbeiteten die Teilnehmenden in einem vierstündigen Workshop Fragen, die sich aus der Rezeption der Kunstwerke ergeben.

Teilgenommen haben folgende Schulen:

  • Goethe-Gymnasium Frankfurt am Main, Kunst, Klasse 12, zum Thema »Schule als nachhaltiger Lernort«
  • Elisabethenschule Frankfurt am Main, Politik-Wirtschaft, Klasse 11, zum Thema »Schule als demokratischer Lernort«
  • Bertha-von-Suttner-Schule, Mörfelden-Walldorf (Gesamtschule), Politik-Wirtschaft, Klasse 11, zum Thema »Schule als sozialer Lernort«

Über das Projekt: Zukunft wagen – Demokratie gestalten

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