Walter Schels, Schaf, 1984, aus der Serie: Tiere

Für Hund und Katz ist auch noch Platz

22. Juni bis 24. September 2011

Seit jeher waren und sind Tiere wichtige Begleiter der Menschen. Nicht nur als Jagdbeute, als Nutztiere oder Nahrungsquelle. Bereits zu Urzeiten wurden sie zum Mittelpunkt künstlerischer Betrachtungen. Die ersten bekannten Zeichnungen in der Geschichte der Menschheit, vor etwa 30.000 Jahren beispielsweise in Rouffignac oder Lascaux in Süd-Frankreich entstanden, stellen Tiere dar. Sie zeugen von der Ehrfurcht vor den gewichtigen Zeitgenossen und Mitbewohnern des Lebensraums, die wahrscheinlich kultisch verehrt wurden. Das abgebildete Tier diente wohl nicht zuletzt der Selbstentdeckung des Menschen und seiner Stellung in der Natur.

Das Tier als Motiv ist demnach so alt wie die Kunst selbst. Zusammen mit den Thematiken von Tod und Sexualität ist die Differenz von Mensch und Tier eines der Hauptmotive der Kunst. Und natürlich verehrt nicht nur die Kunst des Abendlandes die tierischen Zeitgenossen. Es gibt beeindruckende Weltvorstellungen und Darstellungen von Tieren in allen Zeiten und Kulturen. Bis heute werden Tiere als Träger symbolischer Bedeutungen eingesetzt – denken wir nur an die Taube als Symbol des Heiligen Geistes, die Noah durch einen grünen Ölzweig am Ende der Sintflut den göttlichen Frieden ankündigt. 1949 entwarf Pablo Picasso seine Friedenstaube für den Pariser Weltfriedenskongress. Doch werden Tiere auch als Spiegel menschlicher Eigenschaften, Schwächen und Stärken oder zur Verkörperung menschlicher Abgründe, eben des Tierhaften in uns verwendet.



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