Presseinformation
Frankfurt, 20. Januar 2026
»n+1. Mehr als ein Bild«
25.02.–23.05.2026
Presserundgang in Anwesenheit von Steffen Siegel, Dörte Eißfeldt, Helmut Schweizer, Christina Leber und Masterstudierenden der Folkwang Universität der Künste: Dienstag, 24. Februar 2026, 11 Uhr
Gestapelt, gereiht, geschichtet: Das Serielle erscheint in der Kunst der Gegenwart in großer Vielfalt. Die Kunststiftung DZ BANK nimmt in der Ausstellung »n+1. Mehr als ein Bild« vom 25.02.–23.05.2026 dieses Prinzip zum Ausgangspunkt. »n+1« ist nicht als mathematische Formel zu verstehen, sondern drückt hier im Grunde nur eine von Kunstschaffenden immer wieder verwendete Vielzahl von einzelnen Elementen aus, die sie zu einem Kunstwerk zusammenfügen. Mit Bildpaaren, Installationen, Serien, Zyklen, Clustern oder Archiven präsentiert die Ausstellung unterschiedliche Konstellationen. Variationen, Kombinationen oder Kontextualisierungen erzeugen Bezüge, die nicht nur neue Perspektiven eröffnen, sondern das Gesamtgefüge erweitern. Erst durch ein Vergleichen, Erinnern und Verknüpfen der Kunstwerke wird die Ausstellung lebendig.
»Wir sehen das als Realität an, was uns als zusammenhängend, in Beziehung stehend erscheint.«
Manfred Schmalriede
Variiert, vervielfacht, verbunden: Das sequenzielle Prinzip der Ausstellung zeigt sich auch im Kuratorischen. Neben Christina Leber, Künstlerische Leiterin der Kunststiftung DZ BANK, und Steffen Siegel, Professor für Theorie und Geschichte der Fotografie an der Folkwang Universität der Künste, haben die Studierenden des Master-Studiengangs Photography Studies and Research aktiv an der kuratorischen Konzeption, der Auswahl und dem Display der Werke mitgewirkt. Erst im Zusammenspiel aller Beteiligten während des Wintersemesters 2025/2026 ist die Ausstellung aus einer Vielzahl möglicher Kombinationen entstanden.
Vom Einzelbild zur Abfolge: Die seriellen, sequenziellen und modularen Kunstformen generieren auf unterschiedliche Weise neue Bedeutungen. So verbinden erzählerische Reihen von Heba Y. Amin, Sven Johne und Loredana Nemes Erinnerung, Bewegung und zeitliche Erfahrung mit der Suche nach Zugehörigkeit. Sophie Thun, Barbara Proschak und Philipp Goldbach widmen sich Archiven und Sammlungen, die Material- und Ordnungssysteme sichtbar machen und hinterfragen. Variationen eines Motivs eröffnen neue Perspektiven und Raumerfahrungen, wie bei den Collagen von David Hockney, Peter Miller und Katarína Dubovská, und loten Entstehungsprozesse aus, wie die Serien von Dörte Eißfeldt, Jan Paul Evers und Adrian Sauer. Die Kunstwerke von Sara Cwynar, Jürgen Klauke, Helmut Schweizer und Roman Signer verbinden sich formal und inhaltlich mit den bereits durchschrittenen Räumen der Ausstellung. Sie basieren auf performativen oder handlungsbasierten Konzepten. Körper, Geste und Aktion werden hier zu zentralen Elementen, die das Serielle in einen zeitlichen Kontext einbetten.
Und nicht zuletzt: Zur Ausstellung gehören auch die Besuchenden. Indem sie ihrerseits Kunstwerke vergleichen, erinnern und verknüpfen, werden Sie selbst Teil des Spiels und erweitern somit das Gefüge kontinuierlich.
Mit Werken von: Heba Y. Amin, Sara Cwynar, Katarína Dubovská, Dörte Eißfeldt, Jan Paul Evers, Philipp Goldbach, David Hockney, Sven Johne, Jürgen Klauke, Peter Miller, Loredana Nemes, Barbara Proschak, Adrian Sauer, Helmut Schweizer, Roman Signer, Sophie Thun.
Ausstellungsbegleitende Sonderveranstaltungen
Weitere Veranstaltungen im Rahmen der Ausstellung »n+1. Mehr als ein Bild« sind in Planung und werden rechtzeitig auf der Website der Kunststiftung DZ BANK bekanntgegeben.
Denkanstöße
»Formatwechsel. Von der Wand ins Fotobuch«
Dienstag, 17. März 2026, 18 Uhr; mit Jan Borreck und Annabella McNair, Studierende, Folkwang Universität der Künste, Essen
»Bilder lesen, Worte sehen«
Donnerstag, 21. Mai 2026, 18 Uhr; mit Greta Aufermann und Charlotte Anna Rathmann, Studierende, Folkwang Universität der Künste, Essen
Kurator:innenführung
Dienstag, 5. Mai 2026, 18 Uhr; mit Dr. Christina Leber und Prof. Dr. Steffen Siegel, Folkwang Universität der Künste, Essen
Öffentliche Führungen
Jeden Donnerstag um 18 Uhr, jeden letzten Freitag im Monat um 17.30 Uhr sowie an jedem letzten Samstag im Monat um 17 Uhr.
Kunst für Kids
Neben den individuell buchbaren Workshops bieten wir an jedem ersten Samstag im Monat von 15.30 bis 17.30 Uhr »Kunst für Kids« an. Die Teilnehmenden können allein oder in Kleingruppen zu uns kommen und sich durch eigene künstlerische Praxis den Themen der Ausstellung annähern. Das Angebot richtet sich an Kinder zwischen 5 und 12 Jahren. Erwachsene Begleitpersonen sind ebenso willkommen.
Fortbildung für Lehrkräfte
Zu jeder Ausstellung in der Kunststiftung DZ BANK gibt es eine Fortbildung für Lehrerinnen und Lehrer. Diese besteht aus einer einstündigen Führung sowie der Vorstellung der angebotenen Workshops. Das Vermittlungsprogramm wurde an das schulische Curriculum angepasst.
Sonderführungen und Workshops auf Anfrage
Ab einer Gruppengröße von 5 Personen können Sie Führungen und Workshops auf Anfrage buchen. Dies gilt für Erwachsene wie für Kinder und Jugendliche ab der Grundschule.
Dauer: 30 min / 60 min / 90 min / 120 min. Buchungsanfragen für Führungen und Workshops richten Sie bitte an: vermittlung@kunststiftungdzbank.de
Kunststiftung DZ BANK
Fördern • Ausstellen • Vermitteln
Im September 2020 gründete der Vorstand der DZ BANK AG die Kunststiftung DZ BANK als gemeinnützige GmbH, um die Sammlung, die seit 1993 besteht, im erweiterten Rahmen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dies geschieht durch die Förderung von Künstlerinnen und Künstlern sowie von Ausstellungshäusern, die sich im Rahmen des Sammlungsschwerpunktes bewegen.
Kunstgeschichtlich bedeutende und gesellschaftlich relevante Themen finden in jährlich drei wechselnden Ausstellungen ihren Niederschlag. Werke aus der Sammlung werden darüber hinaus an Ausstellungshäuser im In- und Ausland verliehen. Im Austausch mit Universitäten und Institutionen aus Wissenschaft, Forschung und Kunst werden aktuelle Diskurse einbezogen; sie lassen die Ausstellungshalle zu einem Ort der Begegnung und Partizipation werden. Damit wurde der Grundstein gelegt, die Kunststiftung als feste Instanz in der Frankfurter Kulturlandschaft zu etablieren. Durch den musealen Raum verbindet sich die Stiftung als eigenständige Kunstinstitution mit anderen Ausstellungshäusern und macht zugleich den gemeinnützigen Charakter erfahrbar. Mit über 10.000 Kunstwerken von mittlerweile mehr als 1.100 internationalen Künstlerinnen und Künstlern, die ab sofort auf der Website der Kunststiftung in der »Sammlung Online« besucht werden können, vereint die Sammlung der DZ BANK nahezu alle denkbaren künstlerischen Gattungen, die im Zusammenspiel mit fotografischen Materialien der Gegenwart entstanden sind. So hat sich seit ihren Anfängen eine einzigartige Sammlung entwickelt, die in Europa ihresgleichen sucht.
Mit ihrem vielfältigen Vermittlungsprogramm lädt die Kunststiftung DZ BANK zum Austausch ein und bietet Kunstführungen und Workshops sowie Denkanstöße und Sonderveranstaltungen für alle Altersgruppen an. So gibt es für Kinder und Schulklassen zahlreiche Angebote, die von Lehrkräften und pädagogischen Fachkräften gebucht werden können. In unseren speziell konzipierten Fortbildungen erhalten diese Einblicke in unsere Vermittlungsarbeit. Kooperationen mit Hochschulen und Schulen ermöglichen den Studierenden und Schülerinnen und Schülern neue Impulse durch zusätzliches außerschulisches Lernen. Workshops für Erwachsene, zum Beispiel als Teambuildingmaßnahme, runden unsere Angebote ab. Tagungen, Vorträge und Gesprächsreihen ermöglichen darüber hinaus eine wissenschaftliche und interdisziplinäre Reflexion. Der Eintritt zur Ausstellungshalle sowie die Teilnahme an Kunstführungen, Workshops und Fortbildungen sind kostenfrei.
Website: kunststiftungdzbank.de
Sammlung Online: https://kunststiftungdzbank.de/sammlung/
Instagram: kunststiftungdzbank
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LinkedIn: www.linkedin.com/company/kunststiftung-dz-bank
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